Stellungnahme der SPD/FDP Fraktion im Kreistag Unterallgäu zu dem Bericht der MZ „Unruhe in Unterallgäuer Krankenhäusern“

Die Fraktion der SPD/FDP hat sich schon in der Kreisausschusssitzung vom 01.02.2021 sehr kritisch mit den Geschäftsführern der Allgäu Kliniken auseinandergesetzt. Schon damals war unsere Forderung: […]

Die Fraktion der SPD/FDP hat sich schon in der Kreisausschusssitzung vom 01.02.2021 sehr kritisch mit den Geschäftsführern der Allgäu Kliniken auseinandergesetzt. Schon damals war unsere Forderung: Schluss mit Outsourcing an unseren Kliniken, das betrifft nicht nur das Labor sondern auch die Küche, Physiotherapie und auch das Reinigungspersonal. Jeder der im Krankenhaus oder zu 100% für das Krankenhaus arbeitet, soll nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt werden.

Der Neubau des Ärztehauses mit hohem finanziellen Aufwand scheint problemlos finanzierbar. Umgekehrt soll nun wieder bei den niedrigsten Einkommensstufen eingespart werden. Ein Geschäftsführer würde sich mit Gehaltseinfrierung bzw. -kürzung sicher nicht einverstanden erklären. Die im Niedriglohnbereich Beschäftigten sind auf ihre Jobs angewiesen und werden sich nicht offen zur Wehr setzen. Das wissen auch Geschäftsführer. Dies auszunutzen finden wir nicht sozial.

Dem Gesundheitssektor wurde während der Coronapandemie von allen Seiten kräftig applaudiert. Für uns gehören auch die dazu, die den Dreck wegräumen dürfen.

Künftige Bewerber müssen sich dann mit deutlich schlechteren Bedingungen zufrieden geben. Es wird zwar behauptet, dass die bestehenden Arbeitsverhältnisse auf gleichem Niveau weitergeführt werden. Leider sollen sie aber von künftigen Tarifanpassungen ausgenommen werden. Also doch eine Verschlechterung – wir finden dieses Vorgehen zutiefst unsozial. Wir erwarten, dass die Tariftreue für alle Beschäftigten gilt. Die öffentliche Hand soll und muss mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb fordern wir: Verabschieden Sie sich von Outsourcing und Tarifflucht in unseren Kliniken.

Als Schlag ins Gesicht empfinden wir dann die „gnädige“ Ankündigung, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tochtergesellschaften an Feiern teilnehmen dürfen

 

 

Mit freundlichen Grüßen

für die SPD/FDP Fraktion